Yoga und Faszien

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News vom 06. März 2017

So wie bei dieser Orange sind unsere Faszien ein umhüllendes, haltendes, alles durchdringendes, mitschwingendes und verbindendes Gewebe.

Wer ist nicht vom Bewegungsablauf der Katze fasziniert, z.B. wenn sie auf den Tisch springt. Geschmeidig,  mühelos und... auch noch fast geräuschlos. Sie setzt sich etwas zurück, baut also Vorspannung auf, d. h. eine leichte Gegenbewegung in der sie ihre Faszien mit Kraft aufgelädt und hopp sitzt sie schon auf dem Tisch. Und umgekehrt wenn sie runterspringt landet sie fast immer auf den Füßen.

Wie geht das? Nun, sie nutzt ihre Augen und ihr Innenohr, um ihren Kopf horizontal auszurichten. Dies führt zu einer gewissen Spannung der Nackenmuskeln (subokzipitalen Muskeln), Das Gehirn empfängt über Rezeptoren diese Spannung und organisiert die ganze WBS vom Nacken nach unten in der Weise, dass sich die Füße unter dem Körper der Katze befinden, bevor sie auf dem Boden aufkommt. Vow, dachte ich mir, so also hängt das alles zusammen. Die Augen mit dem Innenohr und den Nackenmuskeln, die Ausrichtung der WBS bis ganz hinab zu den Füßen.

Auch Yume, mein Hund hat mich auf diese Weise überrascht. Denn er wollte unbedingt das Eichhörnchen, welches hinter einem Mäuerchen verschwand nochmal sehen. Er sprang auf das Mäuerchen aber das genügte ihm nicht. Er sprang noch höher und hielt sich dabei für einige Sekunden mit angezogenen Pfoten horizontal in der Luft mit einem völlig überraschten Gesichtsausdruck. Ein herrlicher Moment. Und natürlich faszinieren uns Gaszellen mit ihrer Gazellen Haftigkeit oder das rote Riesenkänguru das niemals aus Muskelkraft allein, bis zu 60 km schnell und  bis zu 13 m weit springen kann.

Deshalb sehen bei so manchen ernsthaft yogaübenden die Haltungen so leicht, und von innerer Schönheit getragen aus.  Und ach so, deshalb gibt es im Yoga bei der Entspannungsübung z.B. die Anweisung: lass die Augäpfel tief nach innen in ihre Höhlen sinken, nicht nur um die müden Augen zu entspannen, sondern auch die Nackenmuskeln und die gesamte WBS in einen entspannten Modus zu leiten.

Nun, wir sind zwar keine Katzen, Hunde oder Kängurus und wollen auch nicht unbedingt so springen können, aber Geschmeidigkeit und Beweglichkeit sollte es schon sein. Wer möchte nicht gern beschwingt und leichtfüßig die Treppe runter hüpfen, als unsicher, schwerfällig und kartoffelsackmäßig. Wenn wir verstehen wie unser System funktioniert und daran Interesse haben, können wir es positiv und rechtzeitig beeinflussen. Wir benutzen unsere Faszien, statt nur auf Muskelkraft zu setzen.

Wir bemerken bevor langanhaltende Nackenschmerzen auftreten, dass es Zeit wird nicht mehr  in den PC zu starren. Wir spüren wie unsere Augen kleiner werden, ermüden und damit den Muskeltonus ungünstig verändern. Und machen eine individuelle Pause, wir bewegen uns, schauen aus dem Fenster, und träumen vielleicht auch ein bisschen vor uns hin. Moderne intelligente Unternehmen  haben erkannt wie wichtig es ist, den Mitarbeiter nicht zwangsverhaftet 8 Stunden wie angefesselt auf einem Stuhl vor dem PC sitzen zu lassen.  Denn diese Mitarbeiter sind produktiver, kreativer und belastbarer, da sie nicht wahrscheinlich nicht so schnell erkranken. Aber auch in Schulen entsteht zum Teil eine neue Sitzkultur, sie regt zu bewegtem Sitzen an, das fördert eine gute Körperhaltung und stärkt den Rücken.

Im Yoga wird genau das geübt. Wir werden beweglicher und schulen unsere Wahrnehmung in den Yoga Asanas.

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Eve Krenz

Yogalehrerin Eve Krenz Nürnberg

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